Für eine faire Uni


Eine faire Hochschule setzt sich unserer Meinung nach aktiv für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein und ermöglicht auch körperlich benachteiligten Menschen und MigrantInnen ein Studium. Hierzu wollen wir ein stärkeres Bewusstsein innerhalb der Hochschulleitung schaffen.

Wir verurteilen Diskriminierung jeder Art und treten für eine offene Hochschule für alle Menschen ein. Rechtsextremismus, Rassismus und Intoleranz haben an unserer Universität keinen Platz. Auch eine barrierefreie Uni ist für uns von großer Bedeutung, damit jedeR sich nach seinen Möglichkeiten verwirklichen kann und nicht durch strukturelle Hindernisse darin gehindert wird. Dazu gehört auch, Studierende mit Kind adäquat zu unterstützen und einen kinderfreundlichen Universitätsstandort zu schaffen.

Wir setzen uns für ein gebührenfreies Erststudium ein und fordern die Abschaffung der unsozialen Studiengebühren bei vollständigem Finanzierungsausgleich durch den Staatshaushalt. Kurzfristig wollen wir zur Entlastung der studentischen Geldbeutel an der Uni eine Senkung auf 300 Euro erwirken.

 Wir fordern eine Erhöhung der Löhne von studentischen Hilfskräften, die seit Jahren überfällig ist. Die letzte Erhöhung der HiWi-Löhne im Jahr 2009 ist mittlerweile längst von der Inflation aufgezehrt. Außerdem treten wir für eine aktive Mitbestimmung von PromotionsstudentInnen der Graduiertenschule der Universität ein. Die Studierenden dort sollen wie alle anderen StudentInnen der JMU die Möglichkeit haben, sich an der Gestaltung ihres Studiums zu beteiligen und in den entscheidenden Gremien angemessen vertreten zu sein.

Eine stärkere Mitbestimmung der StudentInnen im Rahmen einer landesweit Verfassten Studierendenschaft, inkl. Satzungs- und Finanzhoheit, ist seit langer Zeit ein wichtiger Punkt, für den wir uns in Bayern einsetzen. Bis dahin ist die studentische Mitbestimmung an der Uni vor allem durch mehr Transparenz der Hochschulgremien – etwa in Form öffentlicher Sitzungen und Protokolle – von der Hochschulleitung zu erleichtern. Wir fordern ein zweites stimmberechtigtes studentisches Mitglied im Senat sowie ein studentisches Vollmitglied in der erweiterten Hochschulleitung, wo für alle Hochschulangehörige relevante Themen besprochen und beschlossen werden. Die StudentInnen stellen die größte Gruppe an der Uni, sind aber massiv unterrepräsentiert.

Wir lehnen das bestehende Eliten-bildende Stipendiensystem ab. Stattdessen streiten wir für ein reformiertes BAföG-System, das eine elternunabhängige und eine bedarfsorientierte Förderungskomponenten enthält.

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