Studiengebühren stehen anscheinend auch in Bayern vor dem Aus
Pressemitteilung der Grünen Hochschulgruppe Würzburg
Würzburg, den 14.07.2011
Wie von verschiedenen Medien übereinstimmend berichtet wird, stellen Ministerpräsident Seehofer und Teile der FDP die Studiengebühren in Bayern in Frage. Miriam Gruß, Generalsekretärin der bayerischen FDP sagt in der Süddeutschen Zeitung: “Mein Ziel ist es, langfristig in Bayern die Bildung kostenfrei anzubieten und zwar von der frühkindlichen bis zur Hochschulausbildung”. (http://www.sueddeutsche.de/bayern/bayerisches-kabinett-seehofer-stellt-studiengebuehren-in-frage-1.1119940)
Laura Gunesch, Sprecherin der GHG Würzburg äußert dazu: „Wir sagen: Richtig so! Bildung muss beitragsfrei und für alle zugänglich sein.“
„Dabei zeigt das Engagement all der Engagierten gegen Studiengebühren seit der Einführung Wirkung. Erst in den vergangenen Monaten hat Campusgrün, der Landesverband der grünen Hochschulgruppen, gemeinsam mit den Juso-Hochschulgruppen in Bayern eine Postkartenaktion gestartet. Der Wissenschaftsminister wird dabei aufgefordert die Haltung zu Studiengebühren aufzugeben, damit der Freistaat nicht zur sprichwörtlichen Bildungswüste wird“, so Gunesch weiter. (Mehr zur Postkartenaktion unter: http://www.campusgruen.de/vorort/bayern/4802227.html)
„Daneben hat die Uni Würzburg auf Initiative der Grünen Hochschulgruppe von Campusgrün die “Verwelkte Sonnenblume” für die absurdesten Studiengebührenverschwendungen verliehen bekommen. Diese Verschwendungen zeigen, dass die Gebühren zum Stopfen von den Löchern eingesetzt werden, die die Unterfinanzierung der Hochschulen durch den Freistaat reißt. Eine Entwicklung die Edmund Stoiber mit seinen massiven Kürzungen eingeleitet hat.“, erläutert Fabian Konrad von der GHG Würzburg und Mitglied im Sprecher- und Sprecherinnenrat der Universität Würzburg (Mehr dazu unter: http://www.ghg-wuerzburg.de/?p=903)
„Was man aber nicht vergessen darf: Die Hochschulen müssen für den Wegfall kompensiert werden. Vielmehr muss massiv mehr Geld in die Hochschulen investiert werden, um die chronische Unterfinanzierung zu beseitigen. Hier müssen CSU und FDP zeigen, wie ernst es Ihnen mit dem Ansinnen der Abschaffung der Gebühren und der Zukunftsfähigkeit der bayerischen Hochschulen ist, und Taten folgen lassen.“, so Konrad weiter.
„Wir hoffen, dass diese 180°-Wende nicht verpufft und kein reines Wahlkampfmanöver ist, um den Hals aus der Schlinge der nächsten Landtagswahl zu ziehen.“, sagt Laura Gunesch abschließend.